04. Mai 2026
Eine zweite Wirklichkeit
Mit Realität+. Virtuelle Welten und die Probleme der Philosophie hat der australische Philosoph David J. Chalmers ein Buch vorgelegt, das den Leser auf eine gedankliche Expedition zu einigen Fragen der Philosophie mitnimmt und dabei die Technologie virtueller Realitäten als Kompass nutzt. Gegenwärtig scheint vieles davon noch phantastische Spekulation zu sein, aber die möglich erscheinenden Entwicklungen legen es nahe, sich schon heute mit einer umfassenden virtuellen Zukunft zu befassen. VR-Brillen sind da nur der Anfang. Künftige Technologien bis hin zu direkten Mensch-Maschine-Verbindungen werden ein immersives Eintauchen in Welten ermöglichen, die wir uns gegenwärtig noch kaum vorstellen können. Und parallel zur rasant fortschreitenden Erweiterung der Rechnerkapazitäten und dem Einsatz von Quantencomputern wird die vollständige Simulation einer zweiten Wirklichkeit zur realistischen Option. Matrix, die Truman Show und Second Life haben Aspekte solcher Visionen vorweggenommen.
Kürzlich in Marokko
Essays
Moral - Subjektivität - Kunst - Film - Geschwätzigkeit - Psychologie - Zufall - Massengeschmack - Magie - Sprache - Individuum - Gesellschaft - Collage - Manipulation - Perspektive - Pixel - Wissenschaft - Objektivität - Sinn - Augenblick - Malerei - Skulptur - Piktoralismus - Bauhaus - Paradigmen - Serielles - Surrealismus - Wahrheit - Neues Sehen - Analoge Technik - Expressionismus - Paparazzi - Kornrauschen - Kultur - Digitale Technik - Wirklichkeit - Wahrnehmung - Quadratpixel - Raum - Philosophie - Fläche - Schärfe - Detail - Sehenlernen - Gestalten - Portrait - Soziologie - Künstliche Intelligenz - Konstruktivismus - Subjektive Fotografie - Fotogramm - Soziale Medien - Pragmatismus - Bildersturm - Renaissance
Gedanken zum fotografischen Bild
Trotz der Masse an Fotografien, die uns täglich begegnen, hält ein empathisches Interesse an dem in die Jahre gekommene Medium an. Das statische Bild bedient offenbar neben allen Flimmereien auf den Bildschirmen ein Bedürfnis nach dem Fixierten, in Ruhe Betrachtbaren. Sein Wahrheitsversprechen mag Täuschung sein, und dennoch wollen wir nicht auf den Blick verzichten. Auch die Kunstwelt hat dies längst erkannt.
Die insgesamt möglichen Perspektiven zur Charakterisierung der Fotografie lassen sich kaum aufzählen. Und auch eine theoretische Zusammenbindung ist nicht vorstellbar. Mehr als Plausibilitäten und der Versuch einer Annäherung an ihre Eigenheiten sind nicht zu erwarten. In den Essays wird die Thematik von verschiedenen Ausgangspunkten her umkreist. Mal wirkt die Fotografie wie ein geschwätziges Medium, mal wie elitäre Kunstbemühung. Alle Gedanken hierzu müssen fragmentarisch bleiben. Unter diesen Umständen mag sich jeder und jede selbst ein Bild machen, um im Jargon der Fotografie zu bleiben.
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