03. August 2026
Skulptur und Fotografie
In ihren Anfangsjahren erschien die Fotografie kaum als eine ernst zu nehmende Konkurrenzveranstaltung zur etablierten Kunst. Es gab wenig Befürchtungen, das neue mechanische Verfahren könne die Rolle des Malers infrage stellen. Dies sollte sich aber bald ändern. In der Bildhauerei ging man hingegen unverkrampfter mit dem neuen Medium um. Die immanente Differenz der dreidimensional angelegten Raumkunst zu den Künsten der Fläche trug offenbar dazu bei, dass Konkurrenzphantasien gar nicht erst aufkamen. Man agierte auf unterschiedlichen Spielflächen und zeigte sich gegenüber der fotografischen Technik unbefangen. So befasste sich der eine oder andere Bildhauer schon früh mit der Frage, wo die Stärken der technischen Abbildung lagen und welchen Nutzen die Arbeit an der Skulptur daraus ziehen könnte. Hinzu kam dann auch die dokumentierende Funktion der Fotografie. Skulpturen und Denkmäler waren schon immer ein Motiv für die Arbeit mit der Kamera. Die Ausstellung Fotografie erzählt Skulptur im Bode-Museum nimmt diesen letzten Aspekt auf, zeigt jedoch, dass es nicht bei einer vermeintlich objektiven Abbildung bleibt.
Baustellenverkleidung an der Museumsinsel, Berlin 2026
Kürzlich gesehen
Essays
Moral - Subjektivität - Kunst - Film - Geschwätzigkeit - Psychologie - Zufall - Massengeschmack - Magie - Sprache - Individuum - Gesellschaft - Collage - Manipulation - Perspektive - Pixel - Wissenschaft - Objektivität - Sinn - Augenblick - Malerei - Skulptur - Piktoralismus - Bauhaus - Paradigmen - Serielles - Surrealismus - Wahrheit - Neues Sehen - Analoge Technik - Expressionismus - Paparazzi - Kornrauschen - Kultur - Digitale Technik - Wirklichkeit - Wahrnehmung - Quadratpixel - Raum - Philosophie - Fläche - Schärfe - Detail - Sehenlernen - Gestalten - Portrait - Soziologie - Künstliche Intelligenz - Konstruktivismus - Subjektive Fotografie - Fotogramm - Soziale Medien - Pragmatismus - Bildersturm - Renaissance
Gedanken zum fotografischen Bild
Trotz der Masse an Fotografien, die uns täglich begegnen, hält ein empathisches Interesse an dem in die Jahre gekommene Medium an. Das statische Bild bedient offenbar neben allen Flimmereien auf den Bildschirmen ein Bedürfnis nach dem Fixierten, in Ruhe Betrachtbaren. Sein Wahrheitsversprechen mag Täuschung sein, und dennoch wollen wir nicht auf den Blick verzichten. Auch die Kunstwelt hat dies längst erkannt.
Die insgesamt möglichen Perspektiven zur Charakterisierung der Fotografie lassen sich kaum aufzählen. Und auch eine theoretische Zusammenbindung ist nicht vorstellbar. Mehr als Plausibilitäten und der Versuch einer Annäherung an ihre Eigenheiten sind nicht zu erwarten. In den Essays wird die Thematik von verschiedenen Ausgangspunkten her umkreist. Mal wirkt die Fotografie wie ein geschwätziges Medium, mal wie elitäre Kunstbemühung. Alle Gedanken hierzu müssen fragmentarisch bleiben. Unter diesen Umständen mag sich jeder und jede selbst ein Bild machen, um im Jargon der Fotografie zu bleiben.
Baudrillard Rorty Husserl Gursky Aristoteles Barthes Novalis Cartier-Bresson Capa Sontag Reckwitz Niepcé Daguerre Renger-Patzsch Böll Avedon Hamilton Salgado Muybridge Moholy Eco Moholy-Nagy Lebeck Malewitsch Weston Franklin Riefenstahl Conrad Defoe Monet Foucault Talbot Mondrian Schwitters Mbembe de Botton Dürer Freud Adams Platon Bacon Nauman Kant Strand Rodin Hausmann Chamisso Nietzsche Sloterdijk Goethe Celan Simmel Neusüss Fechner Höch Benjamin Müller Jung Warhol Boccioni Beuys El Lissitzky Rodtschenko da Vinci Goldin Maier Leupold Duchamp Döblin Sherman Becher Banksy Picasso Luhmann Kuhn Popper Adorno Teller Tillmans Barnack Steichen Kertész Brassai Heine Lunenfeld Dali Breton Graeff Stieglitz Coburn Habermas Becher Sander Richter